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INFO-BLOG


In diesem INFO - BLOG finden Sie alle nötige Information über unsere Arbeit, unsere Erfahrung, Hypnose - Wirkung, Tipps zur Anwendung und noch vieles mehr! 

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So funktioniert die Hypnose

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Hypnose kann Schmerzen und Angst vertreiben. Voraussetzung ist eine Art Trance. Dabei ist das Gehirn so fokussiert, wie nie im Alltag. Das Ich-Gefühl und eine Region für Entscheidungen werden konzentriert.

Manchmal waren die Beschwerden so stark, dass es sich anfühlte, als würde ihr Kopf platzen. Tagelang setzte sie die Migräne außer Gefecht, erzählt die Klientin. Nur die stärksten Medikamente machten die Phasen halbwegs erträglich. Bis etwas passierte, das sie selbst als kleines Wunder bezeichnet.

Ihr Hypnosetherapeut Dieter Eisfeld habe sie darum gebeten, ihr Leid mit einem Bild zu beschreiben, erinnert sie sich an die Situation. Sie wählte ein graues Dreieck. Anschließend fragt er, welche Farbe und Form sie sich vorstellen müsse, damit der Schmerz weggehe. Gelb und rund, antwortete sie. "Stellen sie sich nun vor, dass dieser Kreis das graue Dreieck wegschiebt." Die Klientin folgte den Anweisungen. Und verließ die Praxis wenig später ohne Migräne. Mittlerweile ist das Erlebnis 25 Jahr her. Bis heute sei sie beschwerdefrei, berichtet die Klientin.

Die Geschichte der inzwischen 60-Jährigen aus Hannover ist ein Extrembeispiel, aber kein Einzelfall. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen etwa veröffentlichten im Jahr 2014 eine Studie, in der hypnotisierte Brustkrebspatientin über weniger Angst und Schmerzen klagten als jene, bei denen die Methode nicht angewandt wurde. Auch Folgebeschwerden wie Übelkeit oder Erbrechen fielen demnach geringer aus. Die Frauen brauchten weniger Schmerz- und Narkosemittel.

Nicht Halbschlaf - Hypnose erzeugt vollste Konzentration

Die Kunst der Hypnose begleitet die Menschen bereits seit Tausenden Jahren. Die heute in der Medizin genutzte Form der Hypnotherapie prägte der amerikanische Psychiater Milton Erickson allerdings erst in den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Ihm zufolge haben Patienten die Kompetenz, ihre körperlichen und psychischen Probleme selbst zu bewältigen. Aufgabe des Therapeuten ist, ihm dabei zu helfen.

Am Anfang der Therapie habe der Therapeut mit einer sehr beruhigenden Stimme auf sie eingeredet, ihr gesagt, dass sie sich entspannen solle und ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen müsse. Dass sie sich nur auf das konzentrieren solle, was er sagt, erinnert sich die Klientin an die Situation. Sie schien immer tiefer in den schwarzen Sessel zu sinken, seine Worte über ihre Krankheit, Farben und Formen liefen in ihrem Kopf ab wie ein Film. Sie verlor das Gefühl für die Zeit.

Was die Klientin beschreibt, ist typisch für eine Trance. Im Gegensatz zum Wachbewusstsein, bei dem die Gehirnaktivität gleichmäßig verteilt sei, werde diese bei der Hypnose in einem zentralen Bereich gesammelt, erklärt Dieter Eisfeld. Die Folge sei vollste Konzentration und nicht wie oft angenommen eine Art Halbschlaf. "Wenn man es metaphorisch beschreibt, sind im Gehirn verschiedene Lämpchen an, die mal hier, mal da leuchten", sagt der Diplom-Psychologe. Während der Trance leuchte nur eine Lampe, die anderen lägen im Dunkeln. "Man ist wie im Tunnel."

Den Schmerz abspalten

Mit diesem Ansatz unterscheidet sich eine Hypnose grundlegend von einer Meditation, die sich eher am Hier und Jetzt orientiert. "Meditation würde sagen: Ich will alles wahrnehmen, aber ich lasse mich vom Schmerz nicht überwältigen", sagt Dieter Eisfeld. "Die Hypnose sagt: Ich will den Schmerz dissoziieren, also abspalten." Und das gelingt nur in der Trance.

Während der Trance sind laut Dieter Eisfeld zwei Regionen des Gehirns heruntergefahren:
    ▪    Der präfrontale Kortex, der normalerweise plant, verknüpft sowie Vernunft und Entscheidungen steuert.
    ▪    Und der Precuneus, der die Ich-Wahrnehmung regelt.
"Wir können unser Alltags-Ich umgehen, das wir sonst anschalten, wenn wir Situationen beurteilen", sagt Dieter Eisfeld. Aussagen wie, "das kann ich nicht", könnten so umgangen werden. Stattdessen verhielten sich die Patienten oft überraschend, da sie auf dieser Ebene ihr bisheriges Wissen neu ordnen könnten. "Sie können dann plötzlich jemandem ganz unbefangen begegnen, vor dem Sie immer Angst hatten", sagt Dieter Eisfeld.

"Niemand weiß, wie das genau funktioniert"

Aus Sicht des Psychologen wird bei der Hypnotherapie das Gehirn neu gebahnt. In diesem Fall sei der Schmerz in die Vorstellung eines Dreiecks übersetzt und auf Distanz gehalten worden. In der Trance werde das Problem dann in eine Farbe verwandelt, die mit Schmerz nicht mehr vereinbar sei, sagt Dieter Eisfeld. "Das machen Menschen in diesem Zustand intuitiv und niemand weiß, wie das genau funktioniert." Diese Heilungsvorstellung wird dann an den Körper weitergegeben und übersetzt.

Untersuchungen zeigen, dass sich unter Hypnose Nerven verändern können. Nach Angaben des Hypnose-Forschers Bongartz reagiert auch das autonome Nervensystem. Das Herz schlage langsamer, Blutdruck, Atemfrequenz und Muskeltonus seien verringert. Der Körper schütte weniger Stresshormone aus. Die Anzahl der roten Blutkörperchen und der Blutplättchen erhöhe sich.

Trotzdem ist Hypnose kein Allheilmittel - schon allein, weil sie nicht bei jedem gleich anschlägt. "Nicht alle Menschen können sich gleichermaßen gut darauf einlassen", schränkt Dieter Eisfeld ein. Wie gut sich ein Mensch hypnotisieren lassen kann, muss Dieter Eisfeld zufolge während der Sitzung herausgefunden werden.

Traumatisierte Menschen besonders trancefähig

Traumatisierte Menschen seien unter Umständen besonders trancefähig. "Im Trauma reagiert der Organismus mit einer Art Notfallreaktion, indem er Wahrnehmungen wie Schmerz oder Affekte wie Angst oder Hilflosigkeit abspaltet. Andernfalls würde es das Opfer emotional nicht verkraften." Es sei eine angeborene Fähigkeit, die der Mensch dann reaktiviere.

Wie es möglich ist, dass ein Hypnotisierter selbst bei einer Operation keinen Schmerz empfinde, ist allerdings auch 25 Jahre nach der ersten Hypnose-Operation noch ungeklärt. "Es gibt ein paar wenige und gute Daten, die zeigen, dass sich im Gegensatz zum Wachbewusstsein bestimmte Regionen im Frontalhirn entkoppeln, die sonst zusammenarbeiten“, laut Dieter Eisfeld. "Wir wissen aber nicht, was sich neu koppelt und was zum Beispiel dazu führt, dass es keinen Schmerz gibt."

Mit seinem Team will Dieter Eisfeld in den kommenden zwei Jahren bisher erhobene Daten auswerten. Egal was dabei rauskommt: Für Patienten und Patientinnen ist Hypnose auch so "wie ein kleines Wunder".

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Der Weg der Freude

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Der Weg der Freude

Wir haben Spaß, vergnügen uns, lieben es, unterhalten zu werden – aber trotzdem beschleicht   uns manchmal das Gefühl, es könnte etwas fehlen. Doch was? Vielleicht Freude? Zugegeben, dieser Begriff wirkt seltsam aus der Zeit gefallen. Friedrich Schiller widmete der Freude seine berühmteste Ode: „Freude, schöner Götterfunken …“ Doch das ist mehr als 200 Jahre her. Und jetzt? Es heißt ja, man könne sich vor allem an kleinen Dingen freuen – einem Lächeln, einem Spaziergang am Meer, einer Blume. Freude ist also ihrem Wesen nach einfach. Aber was genau unterscheidet sie vom Spaß? Glaubt man dem Psychoanalytiker Erich Fromm, stellt jede Art von Vergnügen einen Reiz dar, der in einem Höhepunkt gipfelt. Ist der vorüber, folgen Trauer und Enttäuschung, weshalb sich vergnügungsorientierte Menschen schnell die nächste Dosis Spaß wünschen. Freude hingegen beschreibt Fromm als den Zustand, in dem wir uns als Mensch am nächsten sind. Im Gegensatz zum Vergnügen ist Freude also nicht käuflich, dementsprechend sind mit ihr auch keine Geschäfte zu machen. Kein Wunder also, dass sie aus der Mode gekommen ist. Um Freude zu erfahren, braucht es also weder Geld noch irgendwelche technischen Apparate. Aber was denn dann? Fromm meinte, dass wir uns der Freude nähern, wenn wir aktiv sind und nicht passiv, wenn wir aufmerksam sind statt abgelenkt, schöpferisch statt konsumierend; und wenn wir das Lebendige lieben – den Umgang mit Menschen, Tieren oder Pflanzen. Wer jetzt noch immer nicht genau weiß, worum es bei der Freude geht, dem hilft vielleicht dieses Fromm-Zitat weiter: „Glücklich sein heißt Fülle erleben – und nicht Leere, die gefüllt werden muss".

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Selbstliebe - was ist das eigentlich?

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Selbstliebe - was ist das eigentlich?

Als Therapeuten werden wir immer wieder von Klienten gefragt, ob wir nicht eine Hypnose-Anwendung hätten, mit deren Hilfe man mehr Selbstliebe vermitteln kann.


Wenn wir dann nachfragen "Was verstehen Sie denn genau unter Selbstliebe?" kommt man zumeist ein wenig ins Stocken: "Ja... Also... Dass man sich halt nicht mehr so über sich selbst ärgert... Und sich besser annimmt...". Okay. Aber viel klarer ist die Sache damit noch nicht.

"Selbstliebe" hat sich wie "Selbstbewusstsein" mittlerweile zu einem Schlagwort entwickelt, das eigentlich jedem geläufig ist und zu dem auch jeder irgendwie eine Vorstellung hat, das bei genauerer Betrachtung aber doch häufig realtiv schwammig ist und zumeist nur als Variable für "irgendetwas in Richtung besseres Verhältnis zu sich selbst" gebraucht wird.

Mit der Anwendung "Sich selbst lieben lernen" möchten wir deshalb mehrere Dinge gleichzeitig erreichen:

 

Wir möchten eine Vorstellung davon geben, was Selbstliebe ist oder sein könnte (denn es gibt kein Gesetzbuch in dem steht, was genau Selbstliebe zu sein hat).

 

Wir möchten eine Lösungsmöglichkeit in Form einer konkreten Anwendung bieten, die einem Menschen das geben kann, was er benötigt, wenn er "mehr Selbstliebe" braucht.

 

Wir möchten Ihnen ein neues und interessantes Angebot anbieten, das Sie bequem zuhause nutzen können.

 

Wir möchten Ihnen eine neue Option geben, wie Sie die Arbeit mit eigenen Gefühlen beginnen können oder wie Sie vielleicht eine bereits laufende Behandlung / Therapie weiterentwickeln können.

 

Wir möchten aber auch Therapeuten und Behandler durch die Beschäftigung mit der Materie für die Grenzen zwischen mangelnder Selbstliebe und selbstschädigendem Verhalten aufgrund pathologischer Ursachen sensibilisieren, da hinter der Diagnose "zu wenig Selbstliebe" manchmal auch eine psychische Erkrankung stehen kann.

 

Wir hoffen, dass uns dies gelungen ist und freuen uns über Ihr Feedback dazu!


Damit Sie die Trance-Anwendung "Sich selbst lieben lernen" und deren Suggestionstext optimal für Ihre Zwecke verwenden können, haben wir eine Anleitung für Sie, in dem Sie eine ganze Reihe von Anwendungshinweisen finden.

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